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Inline 100% Oberflächenprüfung von VCR-Dichtflächen für UHP Halbleiterkomponenten

Aktualisiert: vor 10 Stunden

Im Zeitalter des "Ultra-High-Purity" Standards in der Halbleiterindustrie ist das sicherstellen der Leckagefreiheit der VCR Dichtstellen integral wichtig.


Durch die steigende Speicherdichte für KI‑Anwendungen und moderne High‑Bandwidth‑Memory‑Technologien müssen auf den Wafern immer tiefere Strukturen erzeugt werden.

Dafür setzen die großen Speicherhersteller zunehmend aggressivere und korrosivere Prozessgase ein – und das immer häufiger.

Kratzer an der Dichtfläche können dabei eine Eintrittsstelle für Korrosion sein.

Das kann nicht nur zu Anlagenstillständen führen (worst case), sondern schon bei sehr kleinen Beschädigungen zu Yield‑Verlusten führen aufgrund der resultierenden Korrosion (Partikel im Prozess).

Das erklärt, warum im Halbleiterbereich eine sehr hohe Oberflächenqualität eingefordert wird (SEMI F19 UHP Grade und teils darüber hinaus).


Die Meisten VCR Dichtflächen unterschiedlicher Standards, sind i.d.R. gefertigt aus

316L / 1.4404 Edelstahl, und sind glanzgedreht und/oder elektropoliert mit torusförmigen oder konischen Geometrien.


Abb. 1: VCR Komponente mit Torusörmiger Dichtfläche mit elektropolierter Stirnfläche (Hautpdichtsitz)
Abb. 1: VCR Komponente mit Torusörmiger Dichtfläche mit elektropolierter Stirnfläche (Hautpdichtsitz)

Eine zerstörungsfreie, inline-taugliche Prüfung der Güte der Siegelfläche ist die Lösung für die Problemstellung, jedoch sind die Rahmenbedinungen an die Prüfung, wie

  • spiegelnde & gläzende Oberflächen

  • komplexe geometrien (konus, konkav, konus konvex, torus)

  • sehr kleine Bauteile <10mm ø

  • Oberflächendefekte <10µm


für Bildverarbeitende Systeme mehr als nur herausfordernd.

Mehrere am Markt befindliche 3D-Bildverabeitungstechnologien können nicht verwendet werden, z.b. Lasertriangulation oder Patternprojektion, den diese erzeugen auf spiegelnden Oberflächen keine brauchbaren Daten.

Klassische Bildverarbeitungstechniken wie Dunkelfeld & Polarisation funktionieren nicht bedingt durch die Bauteilgeometrie.


Um diese Limitationen zu umgehen präsentieren wir die Lösung:


MacroTrax - Dom

Abb. 2: MacroTrax 535-0,8 mit Kundenprüfling bei Anlagenkonzeption beim Kunden
Abb. 2: MacroTrax 535-0,8 mit Kundenprüfling bei Anlagenkonzeption beim Kunden

Der MacroTrax Dom verwendet eine Hybridtechnologie aus Shape-From-Shading und Deflektometrie um eine Oberflächenprüfung der gesamten relevanten Bauteilgeometrie zu ermöglichen. Dies erlaubt uns die Inspektion von Oberflächen mit bis zu 40° Neigung zur Horizontalen, bei passenden Rahmenbedingungen sind steilere Winkel auch möglich.

Mit einem Durchmesser von 150mm, einer Höhe von 230mm und ohne zusätzlich benötigte Fremdlichtabschottung ist der Aufbau kompakt und in Produktions- und Prüfanlagen einfach integrierbar und nachrüstbar.

Drei unterschiedliche Bildsensoren mit aktuell zwei Zoomstufen ( 0,8x & 1,0x ) stehen zur Auswahl.



MacroTrax-535

MacroTrax-550

MacroTrax-2025

(in Entwicklung)

Bildsensor

2432x 2040 @ 3,45µm

2432 x 2040 @ 5µm

5104 x 4092 @ 2,5µm

Zykluszeit

<200ms

<200ms

<350ms

Variante:

0,8x

1,0x

0,8x

1,0x

0,8x

1,0x

Bildfeld (mm)

10,5x8,80

8,40x7,04

15,20x12,8

12,1x10,2

15,9x12,8

12,8x10,2

Schärfentiefe

(mm)

≈0,6

≈0,5

≈0,8

≈0,7

≈0,5

≈0,4

Auflösung

( µm/px )

4,3125

3,45

6,25

5,0

3,125

2,5


Mit dieser schlüsselfertigen Lösung stellt die Inspektion der komplexen Bauteile keine Herausforderung mehr dar. Das System erzeugt mindestens 3 unterschiedliche Bilder zur Auswertung, um unterschiedliche Flächen unabhängig voneinander zu Prüfen.


Die drei Hauptbilder sind:

  • Koaxial

  • Diffus

  • Hybrid-Deflektometrie


Zusätzliche Bilder sind ebenfalls erstellbar bei Notwendigkeit.

Abb. 3: Diffuses Bild eines Prüflings, Aufgenommen mit MacroTrax-535-0,8, mit nahezu unsichtbarem Kratzer
Abb. 3: Diffuses Bild eines Prüflings, Aufgenommen mit MacroTrax-535-0,8, mit nahezu unsichtbarem Kratzer

Das diffuse Bild, trotz hoher Güte, ist oft nicht ausreichend zum detektieren von Kratzern. Um diese Fehler sichtbar und auswertbar zu machen, kommt das Hybrid-Deflektometriebild zum Einsatz.

Abb. 4 Hybrid-Deflektometriebild von dem identischen Prüfling mit klar erkennbaren Defekten
Abb. 4 Hybrid-Deflektometriebild von dem identischen Prüfling mit klar erkennbaren Defekten

Abb. 5 Zoom in Kratzerbereich
Abb. 5 Zoom in Kratzerbereich
Abb. 6 Extraktion Kratzer
Abb. 6 Extraktion Kratzer











Die Rohbilder von diesem Prüfling stehen zum Sichten und Bewerten hier zur Verfügung.


Das System ist bereits bei renomierten deutschen Herstellern von UHP-VCR Komponenten erfolgreich im Einsatz. Die Auswertung und korrekte Kategorisierung der Fehler ist ohne verwendung von KI umgesetzt. Die Verwendung von KI kann als Option genutz werden.



 
 
 

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